Update 18.02.2021:

 

Das BMF hat die von der EU-Kommission unlängst erhöhten Obergrenzen für COVID-Hilfen durch Anpassen der Verordnungen/ Richtlinien der betroffenen COVID-Unterstützungen national umgesetzt:

 

Durch Änderung der VO / RL zum Verlustersatz (BGBl. II Nr. 75/2021) steigt die Obergrenze für den Verlustersatz von bisher EUR 3 Millionen auf EUR 10 Millionen. Es ist vorgesehen, dass die Cofag unter Einbindung der Finanzverwaltung die Anpassung der bisher gestellten Anträge auf die erhöhte Grenze vornimmt.

 

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Sie können ab 16. Dezember 2020 bis spätestens 31. Dezember 2021 online einen Antrag für einen Verlustersatz bis EUR 3 Millionen einbringen. Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die durch die Corona-Krise im Zeitraum zwischen 16. September 2020 und 30. Juni 2021 Umsatzausfälle von mindestens 30 Prozent haben, unter der Voraussetzung, dass der Beihilfebetrag mindestens EUR 500 beträgt. Der Antrag muss durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter eingebracht werden.

 

Anträge können für maximal zehn zeitlich zusammenhängende Betrachtungszeiträume gestellt werden. Der Verlustersatz ist mit 3 Millionen pro Unternehmen begrenzt.

 

Betrachtungszeitraum01:   16.-30. September 2020

Betrachtungszeitraum02:   Oktober 2020

Betrachtungszeitraum03:   November 2020

Betrachtungszeitraum04:   Dezember 2020

Betrachtungszeitraum05:   Jänner 2021

Betrachtungszeitraum06:   Februar 2021

Betrachtungszeitraum07:   März 2021

Betrachtungszeitraum08:   April 2021

Betrachtungszeitraum09:   Mai 2021

Betrachtungszeitraum10:   Juni 2021

 

Hinweis für Antragsteller eines Lockdown-Umsatzersatzes: Zulässig ist eine zeitliche Lücke zwischen den Betrachtungszeiträumen ausschließlich dann, wenn bei der Antragstellung der Betrachtungszeitraum November 2020 und/oder Dezember 2020 ausgeklammert wird, weil hier ein Lockdown-Umsatzersatz in Anspruch genommen wird. Falls der Antragsteller für November 2020 und/oder Dezember 2020 teilweise einen Lockdown-Umsatzersatz in Anspruch nimmt, ist der Verlustersatz für diesen Zeitraum anteilsmäßig zu verringern (außer der Lockdown-Umsatzersatz wird vor Beantragung zurückbezahlt).

 

Wichtig: Ein Verlustersatz darf nicht gewährt werden, wenn der Antragsteller einen Fixkostenzuschuss 800.000 (FKZ 800.000) in Anspruch nimmt (außer der FKZ 800.000 wird vor Beantragung zurückgezahlt oder auf den Verlustersatz angerechnet). Notwendige Korrekturen zwecks Einhaltung dieser Regelung haben im Zuge der Auszahlung der ersten oder spätestens der zweiten Tranche zu erfolgen.

 

Berechnung des Verlustersatzes

Der Umsatzausfall wird berechnet, indem die Differenz zwischen der Summe der Umsätze in den antragsgegenständlichen Betrachtungszeiträumen und der Summe der Umsätze in den jeweiligen Vergleichszeiträumen des Jahres 2019 ermittelt wird.

 

Ausgangspunkt für die Ermittlung des Verlustersatzes ist der Verlust, den der Antragsteller in den maßgeblichen Betrachtungszeiträumen erleidet. Der Verlust ist die Differenz zwischen den Erträgen und den damit unmittelbar und mittelbar zusammenhängenden Aufwendungen des Unternehmens.

 

Der ermittelte Verlust ist um Zuwendungen zu kürzen, die dem Unternehmen bereits ausbezahlt oder verbindlich zugesagt wurden, soweit sie in den ausgewählten Betrachtungszeitraum fallen.

Als geeignete Nachweise sind die Aufzeichnungen über Waren- und Leistungserlöse, die für steuerliche Zwecke geführt werden, heranzuziehen.

 

Die Richtlinie zum Verlustersatz finden Sie <HIER>

Fragen und Antworten zum Verlustersatz finden Sie <HIER>